Nach dem gestrigen Einsatz in Bloemfontain, verschob sich die heutige geplante Abfahrt von 9.00 Uhr auf 9.30 Uhr. Mit den Wohnmobilen fuhren wir die restlichen ca. 400 km in Richtung Johannesburg. Bei einem Zwischenstopp erledigten wir noch ein paar Lebensmitteleinkäufe ( vorwiegend Grillsachen ), da sich unserer nächster Campingplatz in einem Naturreservart ca. 40 km vor Johannesburg befindet. Dieses erreichten wir gegen 15.00 Uhr. Ein wirklich herrliches Stückchen Land umgeben von Bergen, abseits von jeglicher Zivilisation. Gleich nach dem einchecken lernten wir den Koch Deon kennen, der offensichtlich hier die Fäden im Griff hat. Für Eili und Stephan organisierte er innerhalb von 10 Minuten von einer Gruppe aus Madagaskar 2 Eintrittskarten der Kategorie 1 für das Spiel Brasilien gegen die Elfenbeinküste. Gleich 15 Minuten später fuhren die beiden auch schon mit besagter Gruppe ab in das Soccer City Stadion in Johannesburg. Auf genialen Plätzen direkt hinter der brasilianischen Bank wurde, nach einem tollen facettenreichen Spiel, ein 3:1 Sieg der Brasilianer gefeiert. Die Stimmung im Stadion war dementsprechend ausgelassen, das voll in der Hand von brasilianischen Fans war.
Zum Tagehighlight zählte die Rückfahrt mit den Leuten aus Madagaskar, die offensichtlich den Bus nicht rechtzeitig fanden. Der Fahrer, der eine Aussprache wir der “Prinz aus Zamunda“ hatte und sich fürchterlich aufregte, wollte die Gruppe nach vorheriger heftiger Diskussion mit der Polizei am Straßenrand aufnehmen. Hierzu hielt er direkt vor der Polizei an. Der Polizist der den Fahrer mehrfach zu Weiterfahrt aufgefordert hatte, griff nun Kurzerhand durch das offene Fenster des Fahrers und zog den Schlüssel aus dem Zündschloss.
În Südafrika arbeitet die Polizei mit Sofortmaßnahmen, anstatt wie Deutschland oftmals sinnlose Strafzettel zu schreiben.
Nach heftigen Diskussionen gab es den Schlüssel irgendwann zurück, so das nun endlich die Rückfahrt ausgeführt werden konnte. Im Camp angekommen, berichteten die Verbliebenen, die sich zwischenzeitlich das Spiel im Camp auf Großleinwand angesehen hatten, von dem Besuch unserer neuen Haustiere – mehreren Pavianen – die auf der Suche nach Essensresten den Campingplatz durchstreiften, und hierzu einige Mülltonnen umwarfen.
In Deutschland hält man Katzen – hier gibt es eben Affen. Der Aufenthalt auf diesem Campingplatz sollte uns eine weiteres Gesicht von Südafrika zeigen, wie sich in den folgen Tagen herausstellen sollte.



Author:
Stephan Kaspar
Time:
Dienstag, Juni 22nd, 2010 at 15:18
Category:
Allgemein
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One Response to “Sonntag 20.6.10 – von Bloemfontein nach Johannesburg”

  1. Doris Says:

    “Der Aufenthalt auf diesem Campingplatz sollte uns eine weiteres Gesicht von Südafrika zeigen, wie sich in den folgenden Tagen herausstellen sollte”

    Eure Berichte haben ja schon Seriencharakter Jungs !
    Man wartet ständig bis es weitergeht … und jetzt
    schon mit spannender Vorankündigung … also werde
    ich wieder ständig erwartungsvoll nachsehen
    (mach` ich aber sowieso schon)und die Fortsetzung
    verschlingen. Morgen mal ordentlich Winke Winke machen
    mit dem Banner, damit wir euch endlich mal finden.
    OOOOO LG Doris

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